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17:44

Baise-moi / Fick mich! (2000)

(Virgine Despentes)


«Ungenießbare Gewaltorgie, deren Ironie unsichtbar bleibt.»

Rolf von der Reith, TV Today 24/2000



Frankreich 2000
Regie: Virginie Despentes, Coralie Trinh Thi
Buch: Virginie Despentes nach ihrem gleichnamigen Roman (Titel der dt. Erstausgabe: Wölfe fangen)
Kamera: Benoît Chamaillard, Julien Pamart
Darsteller: Raffaëla Anderson (Manu), Karen Bach (Nadine), Delphine McCarthy (Severine), Lisa Marshall (Karla), Estelle Isaac (Alice), Quassini Embarek (Radouan), Patrick Eudeline (Francis), Hacène Beddrouh (Lakim)
Länge: 77 Minuten



Reaktionen:

• Der nachlässig mit der Digitalkamera gedrehte Film ist gewiss nicht ‹besonders wertvoll›, aber immerhin ein achtbarer Autorenfilm, ein feministisches Pamphlet und nicht zuletzt eines jener Werke, in denen derzeit dank des Beistands von Porno-Darstellern ein Kino ohne Feigenblatt erprobt wird. (Johannes Wetzel, Berliner Zeitung, 7. Juli 2000)

• Hier ist nichts geschönt, das Geschehen trifft einen wahrhaft nackt, filmisch radikal. Baise-moi ist dennoch kein Kunstfilm. Er setzt Thelma und Louise und Natural Born Killers konsequent fort – allerdings ganz ohne den amerikanischen Dramaturgie-Kitt, der Irritationen entweder zudeckt oder hochstilisiert. Am Wichtigsten sind die gesellschaftlichen Aufschlüsse, die er mitbringt. Man muss diese Road-Movie- und Outlaw-Film-Parodie mit feministischem Touch notgedrungen als genaues Abbild dessen sehen, was sich gegenwärtig an den Rändern der Gesellschaft zusammengebraut hat. (Simone Mahrenholz, Spiegel Online, 14. November 2000)


Trailer (Quelle: youtube)