{"id":298,"date":"2021-05-05T09:46:31","date_gmt":"2021-05-05T08:46:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/?p=298"},"modified":"2021-05-07T08:13:51","modified_gmt":"2021-05-07T07:13:51","slug":"die-suenderin-1951","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/?p=298","title":{"rendered":"DIE S\u00dcNDERIN (1951)"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.skandalfilm.net\/wp-content\/uploads\/1950-suenderin.jpg\" rel=\"prettyphoto[g298]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.skandalfilm.net\/wp-content\/uploads\/1950-suenderin.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-92\" width=\"200\" height=\"280\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>\u00ab<strong>Ein Faustschlag ins Gesicht jeder anst\u00e4ndigen deutschen Frau!<\/strong>\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p><em>Aus einem Flugblatt zu DIE S\u00dcNDERIN<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:1px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Deutschland 1951<br \/>Schwarzwei\u00df<br \/><strong>Produktion:<\/strong> Junge Film-Union Rolf Meyer; Deutsche Styria-Film GmbH<br \/><strong>Produzent:<\/strong> Helmuth Volmer<br \/><strong>Regie:<\/strong> Willi Forst<br \/><strong>Buch:<\/strong> Gerhard Menzel<br \/><strong>Kamera:<\/strong> V\u00e1clav V\u00edch<br \/><strong>Darsteller:<\/strong> Hildegard Knef (Marina), Gustav Fr\u00f6hlich (Alexander), Robert Meyn (Marinas Stiefvater), \u00c4nne Bruck (Marinas Stiefmutter), Jochen-Wolfgang Meyn (Marinas Stiefbruder), Andreas Wolf (Arzt)<br \/><strong>FSK:<\/strong> ab 12<br \/><strong>L\u00e4nge:<\/strong> 87 Min.<\/p>\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Reaktionen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>\u00abDie Biographie einer Dirne \u2013 als effektvolles \u201aZeitschicksal\u2019 in Szene gesetzt und mit jener kommerziellen Gef\u00fchligkeit ausgestattet, die keine wirkliche Tragik zul\u00e4sst. In so verlogener Zubereitung muss ein derartiger Stoff auch dann anst\u00f6\u00dfig wirken, wenn die Regie auf den lasziven Anstrich einiger Szenen verzichtet h\u00e4tte. Abzulehnen wegen hinnehmender Darstellung der Prostitution und der T\u00f6tung auf Verlangen sowie der romantischen Verkl\u00e4rung des Selbstmordes.\u00bb<br \/><em>Beurteilung der Katholischen Filmkommission im Filmdienst.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abACHTUNG! GIFTMORD! Der Film Die S\u00fcnderin verherrlicht das Leben einer Prostituierten! Er ist ein Faustschlag in das Gesicht jeder anst\u00e4ndigen deutschen Frau! Hurerei und Selbstmord \u2013 sollen das die Ideale eines Volkes sein? Gift f\u00fcr unser Volk! Gift f\u00fcr unsere Jugend!\u00bb<br \/><em>In Pirmasens kursierende Flugblatt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abAlle, die sich wahrhaft lieben, k\u00f6nnen aus Ekel tief krank werden, wenn sie diesen Film sehen; und alle Leichtfertigen werden aufgepeitscht, sich noch freier und hemmungsloser blo\u00dfzustellen. Prostitution, Ehebruch, Selbstmord, Opferscheu, Selbstsucht: all das wird verherrlicht [&#8230;].\u00bb<br \/><em>Katholischer Beobachter, 27. Januar 1951.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abWenn dieser Film \u00fcberhaupt etwas \u201averherrlicht\u2019 [&#8230;], dann ist es die ersch\u00fctternd innige Liebe zweier Menschen, denen das Schicksal nun einmal nicht wohl wollte.\u00bb<br \/><em>Coburger Neue Presse, 30. Januar 1951.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abWas nicht erlaubt ist [&#8230;], das ist der unbestritten selbstverst\u00e4ndliche, der unbedenkliche, vor allem der theatralische, der sch\u00f6ne, der romantisierte Kino-Selbstmord, wie er hier ver\u00fcbt wird. [&#8230;] Wir leben in einem Land, in dem es unz\u00e4hlige Kriegsblinde gibt, die sich nicht umbrachten, von denen manche sogar heiter wurden: Sie sind [&#8230;] die Helden \u2013 nicht jene Sektselbstm\u00f6rder des Films.\u00bb<br \/><em>Gunter Groll, S\u00fcddeutsche Zeitung, 15. Februar 1951.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abZu meinem gro\u00dfen Schmerz wird der ber\u00fcchtigte Film DIE S\u00dcNDERIN trotz aller Proteste zust\u00e4ndiger Stellen nun auch in K\u00f6ln, in der Metropole unserer Erzdi\u00f6zese, aufgef\u00fchrt. Ich kann als Oberhirte dazu nicht schweigen. Das \u00f6ffentliche \u00c4rgernis darf \u00f6ffentlich nicht unwidersprochen bleiben. [&#8230;] Ich erwarte, dass unsere katholischen M\u00e4nner und Frauen, erst recht unsere gesunde katholische Jugend in berechtigter Emp\u00f6rung und in christlicher Einm\u00fctigkeit die Lichtspieltheater meidet, die unter Missbrauch des Namens der Kunst eine Auff\u00fchrung bringen, die auf eine Zersetzung der sittlichen Begriffe unseres christlichen Volkes hinauskommt. Ein Christ, der trotzdem diesen Film besucht, auch wenn er glaubt, es ohne unmittelbare Gefahr f\u00fcr seine pers\u00f6nliche sittliche Unversehrtheit tun zu k\u00f6nnen, gibt \u00c4rgernis und macht sich mitschuldig an einer unverantwortlichen Verherrlichung des B\u00f6sen.\u00bb<br \/><em>Der K\u00f6lner Erzbischof und Vorsitzende der Fuldaer Bischofskonferenz Joseph Kardinal Frings in einem auf den 28. Februar 1951 datierten und \u00abalsbald nach dem Empfang und jedenfalls am Sonntag, dem 4. M\u00e4rz von allen Kanzeln in der Erzdi\u00f6zese\u00bb zu verlesenden Mahnwort.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abTag f\u00fcr Tag str\u00f6men Hunderte von getauften Christen in das Kino, um ihre \u2039k\u00fcnstlerischen Bed\u00fcrfnisse\u203a zu befriedigen an Darbietungen, die an Schamlosigkeit und Verh\u00f6hnung der christlichen Grunds\u00e4tze kaum mehr zu \u00fcbertreffen sind. Wohl hat die Kirche nachdr\u00fccklich davor gewarnt. Auch die Presse hat ihre Pflicht getan. Aber umsonst. Das \u00c4rgernis ist ein doppeltes. Es besteht nicht nur darin, dass solche Schamlosigkeiten \u00fcberhaupt \u00f6ffentlich dargeboten werden, sondern auch in der gleichg\u00fcltigen Haltung eines Teiles unseres christlichen Volkes, darin, dass katholische M\u00e4nner und Frauen dies so gelassen und ruhig hinnehmen, nicht emp\u00f6rt sind \u00fcber diese Kulturschande, und vielleicht sogar selbst hineingehen unter irgendeinem Vorwand, ohne zu bedenken, welches \u00c4rgernis sie durch ihr schlechtes Beispiel Hunderten von Mitchristen geben. Dabei zittert man vor dem Bolschewismus! Die Frauen und M\u00e4dchen sind entsetzt beim Gedanken an das Schreckliche, das ihre Schwestern im Osten vor sechs Jahren \u00fcber sich ergehen lassen mussten. Aber von einem Entsetzen dar\u00fcber, dass die Frauenehre in der eigenen Heimat in den Kot getreten wird, merkt man nichts. Der Bolschewismus ist l\u00e4ngst da! Wir n\u00e4hren die Schlange am eigenen Busen.\u00bb<br \/><em>Mahnwort des Passauer Bischof Simon Konrad Landersdorfer.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abIm Grunde hat die Kirche dieses Theater nur gemacht, weil im Film ein Doppelselbstmord vorkommt. Es war die Lebensverweigerung, die irritierte, nicht der nackte Busen.\u00bb<br \/><em>Hildegard Knef 1995 im R\u00fcckblick auf den Skandal<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Screenshots:<\/strong> aus DVD, erschienen bei Arthaus<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abEin Faustschlag ins Gesicht jeder anst\u00e4ndigen deutschen Frau!\u00bb Aus einem Flugblatt zu DIE S\u00dcNDERIN Deutschland 1951Schwarzwei\u00dfProduktion: Junge Film-Union Rolf Meyer; Deutsche Styria-Film GmbHProduzent: Helmuth VolmerRegie: Willi ForstBuch: Gerhard MenzelKamera: V\u00e1clav V\u00edchDarsteller: Hildegard Knef (Marina), Gustav Fr\u00f6hlich (Alexander), Robert Meyn (Marinas Stiefvater), \u00c4nne Bruck (Marinas Stiefmutter), Jochen-Wolfgang Meyn (Marinas Stiefbruder), Andreas Wolf (Arzt)FSK: ab 12L\u00e4nge: 87 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/298"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=298"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/298\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":500,"href":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/298\/revisions\/500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=298"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=298"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=298"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}