{"id":317,"date":"2021-05-05T10:35:00","date_gmt":"2021-05-05T09:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/?p=317"},"modified":"2021-05-07T08:14:12","modified_gmt":"2021-05-07T07:14:12","slug":"im-reich-der-sinne-1976","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.skandalfilm.net\/?p=317","title":{"rendered":"IM REICH DER SINNE (1976)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>AI NO KOR\u00ceDA<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.skandalfilm.net\/wp-content\/uploads\/1976-sinne1.jpg\" rel=\"prettyphoto[g317]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.skandalfilm.net\/wp-content\/uploads\/1976-sinne1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-70\" width=\"200\" height=\"280\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>\u00ab<strong>Der gr\u00f6\u00dfte Porno aller Zeiten.<\/strong>\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p><em>B.Z. \u00fcber IM REICH DER SINNE<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:1px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Japan\/Frankreich 1976<br \/><strong>Buch und Regie:<\/strong> Nagisa Oshima<br \/><strong>Kamera:<\/strong> Hideo Ito<br \/><strong>Darsteller:<\/strong> Tatsuya Fuji (Kichiz\u00f4), Eiko Matsuda (Sada Abe), Aoi Nakajima (Toku, Kichiz\u00f4s Frau), Taiji Tonoyama (Bettler), Meika Seri (Magd), Kanae Kobayashi (alte Geisha)<br \/><strong>L\u00e4nge:<\/strong> 102 Min.<\/p>\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p><strong>Die Geschichte der Abe Sada<\/strong><br \/>Im Internet kursiert ein Bild, das die historische Sada Abe kurz nach ihrer Verhaftung am 20. Mai 1936 auf der Polizeistation in Takanawa zeigen soll. Zu sehen ist dort eine junge Frau im traditionellen Gewand einer Geisha; fr\u00f6hlich, vielleicht ein wenig sch\u00fcchtern l\u00e4chelnd. Um sie herum stehen vier M\u00e4nner in Anz\u00fcgen oder Uniform, die ebenfalls l\u00e4cheln, ungezwungen, teilweise geradezu ausgelassen. Zwei von ihnen werfen der Gefangenen Blicke zu, aus denen man Bewunderung herauslesen k\u00f6nnte. Ob es sich bei diesem Foto tats\u00e4chlich um ein authentisches Dokument handelt, sei dahingestellt. Aber es w\u00fcrde passen zum Mythos, der den Kriminalfall der Sada Abe in Japan praktisch von Beginn an umgab. Da steht eine Frau, die ihren Geliebten erdrosselte und ihm hinterher die Genitalien abtrennte, umringt von Polizisten, die sie anhimmeln, als w\u00e4re sie ein Star.<br \/>Nagisa Oshimas IM REICH DER SINNE basiert auf einer wahren Begebenheit. In der Nacht zum 18. Mai 1936 t\u00f6tete Sada Abe nach einer exzessiven erotischen Aff\u00e4re ihren Geliebten Kichizo Ishida. Hinterher trennte sie mit einem Messer das Geschlechtsteil des Toten ab, wickelte es in eine Zeitschrift und packte es in ihre Handtasche. Mit Blut schrieb sie \u00abSada, Kichi Futari-kiri\u00bb (\u00abSada, Kichi f\u00fcr immer vereint\u00bb) auf den Leichnam und spazierte davon. Die anschlie\u00dfende \u00f6ffentliche Fahndung ging als \u00abAbe Sada Panik\u00bb in die japanische Kriminalgeschichte ein. \u00dcberall im Land wollten Augenzeugen die Gesuchte entdeckt haben. Verhaftet wurde sie schlie\u00dflich zwei Tage sp\u00e4ter, am 20. Mai, im Zimmer eines Gasthofes. Beim Eintreten der Polizei soll sie sich sofort zu erkennen gegeben und, um alle Zweifel auszur\u00e4umen, das Glied des Toten pr\u00e4sentiert haben. \u00abIch liebte ihn so sehr, ich wollte ihn ganz f\u00fcr mich alleine\u00bb, gab sie sp\u00e4ter auf die Frage zu Protokoll, weshalb sie den verheirateten Ishida get\u00f6tet habe. Sada Abe, die am 28. Mai 1905 als siebtes von acht Kindern einer Mittelschichtfamilie in Tokio geboren worden war und sich vor ihrer Begegnung mit Ishida zun\u00e4chst wenig erfolgreich als Geisha versucht, schlie\u00dflich als Prostituierte und sp\u00e4ter als Kellnerin durchgeschlagen hatte, wurde am 21. Dezember 1936 wegen Totschlags zu sechs Jahren Haft verurteilt. Am 17. Mai 1941, f\u00fcnf Jahre nach der Tat, wurde sie vorzeitig entlassen. 1948 erschien ihre Autobiografie <em>Memoirs of Abe Sada<\/em>. Danach zog sie sich mehr und mehr aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcck, ehe sich zu Beginn der 1970er Jahre ihre Spur verlor. Aber die Legende lebte weiter; bereits Regisseur Noboru Tanaka brachte sie 1975 als DIE GESCHICHTE DER ABE SADA auf die Leinwand. Und noch immer rankten sich Ger\u00fcchte um Sada Abe. Henry Miller sei ihr angeblich einmal begegnet. Da war sie Hotelbesitzerin und verheiratet. Als ihr Mann von ihrer Vorgeschichte erfuhr, nahm er Rei\u00dfaus. Und auch Nagisa Oshima, hie\u00df es, habe Sada Abe bei den Recherchen zu seinem Film noch einmal ausfindig gemacht: mit kurzgeschorenen Haaren in einem Nonnenkloster.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>DVD-Tipp<\/strong><br \/>Noboru Tanaka (Regie): A WOMAN CALLES ABE SADA, Japan 1975. Rapid Eye Movies.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lesetipp<\/strong><br \/>Nagisa Oshima: Schriften \u2013 Die Ahnung der Freiheit. Berlin: Wagenbach 1982.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.moviepilot.de\/movies\/im-reich-der-sinne\/trailers\" target=\"_blank\">Trailer<\/a> <\/strong>bei moviepilot ansehen<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Screenshots:<\/strong> aus DVD, erschienen bei Concorde<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AI NO KOR\u00ceDA \u00abDer gr\u00f6\u00dfte Porno aller Zeiten.\u00bb B.Z. \u00fcber IM REICH DER SINNE Japan\/Frankreich 1976Buch und Regie: Nagisa OshimaKamera: Hideo ItoDarsteller: Tatsuya Fuji (Kichiz\u00f4), Eiko Matsuda (Sada Abe), Aoi Nakajima (Toku, Kichiz\u00f4s Frau), Taiji Tonoyama (Bettler), Meika Seri (Magd), Kanae Kobayashi (alte Geisha)L\u00e4nge: 102 Min. 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